Thermodrucker

Ein Thermodrucker erzielt den Ausdruck nicht mechanisch, sondern mittels punktueller Wärmeeinwirkung. Dazu werden im Druckkopf angeordnete elektrische Widerstände durch kurze gezielte Stromstöße erhitzt. Der Ausdruck entsteht je nach Druckertyp durch Schmelzen bzw. Verdampfen einer speziellen Wachsschicht auf dem Thermopapier oder der Thermotransferfolie. Durch diese Technik arbeiten alle Thermodrucker sehr leise.

Die Materialkosten für Thermopapier oder Transferfolien machen Ausdrucke mit Thermodruckern verhältnismäßig teuer. Bei der Arbeit mit Thermotransferfolien muss zudem bedacht werden, dass die Ausdrucke auch auf der Folie abgebildet werden, so dass bei sicherheitsrelevanten Daten eine sorgfältige Entsorgung erforderlich ist.

Thermodrucker werden anhand der verwendeten Druckverfahren in drei verschiedene Typen eingeteilt:

Der Thermoreaktionsdrucker, auch Thermodirektdrucker genannt, verwendet spezielles Thermopapier. Dieses Papier reagiert auf die punktuelle Hitzeeinwirkung des Druckkopfes und verfärbt sich. Die Druckgeschwindigkeit ist hoch, die Ausdrucke meist einfarbig. Verwendung finden solche Thermodrucker unter anderem als Bondrucker z.B. in Supermärkten oder an Tankstellen. Die Ausdrucke sind sehr hitze- und lichtempfindlich und dadurch nicht lange haltbar. Es existieren zwar inzwischen speziell beschichtete Thermopapiere, die die Haltbarkeit verbessern, diese sind jedoch sehr teuer und werden kaum eingesetzt.

Bei einem Thermotransferdrucker wird statt eines speziellen Thermopapiers eine Thermotransferfolie verwendet, von der die Farbe auf das zu bedruckende Papier aufgeschmolzen wird. Damit sind auch Farbausdrucke möglich. Ein großer Vorteil dieses Thermodruckers liegt in seiner vielfältigen Einsetzbarkeit und hohen Auflösung. Neben Papier können mit speziellen Transferfolien auch sehr viele andere Materialien, wie z.B. Kunststoffe, bedruckt werden. Häufig verwendet wird der Thermotransferdruck u.a. für die Beschriftung von Schildern, wie sie beispielsweise für Produkte mit langer Haltbarkeit benötigt werden.

Der Thermosublimationsdrucker arbeitet ähnlich wie der Thermotransferdrucker, die Farbe von der Transferfolie wird jedoch nicht geschmolzen, sondern bei wesentlich höheren Temperaturen verdampft und so auf das Papier übertragen. Diese Drucker bringen fotorealistische Ergebnisse und werden aufgrund der oft kompakten Bauweise gerne für den mobilen Fotodruck eingesetzt.

Das Einsatzgebiet eines Thermodruckers ist eher in der Industrie bzw. dem Handel beheimatet. Der Thermodrucker ist keine sinnvolle Anschaffung für den Heimgebrauch. Was allen Druckern jedoch gemein ist, ist die Notewendigkeit des Patronenwechsels. Der Wechsel kann äußerst dreckig sein. Farbreste hängen meist noch in den Geräten fest. Man sollte mit den Inhalten der meisten Patronen keinen Hautkontakt haben. Falls dies doch passiert, sollte man schnellstmöglich die Hände unter Hansa Armaturen waschen. In den Farben befinden sich meist ungesunde Chemikalien. Um eine Aufnahme durch die Haut zu vermeiden, sollte man sich die Hände mit viel Seife waschen und das umgehend, nach dem Hautkontakt. Ansonsten ist der Wechsel von Patronen meist sehr detailgetreu angezeigt und stellt selbst für einen Laien kein größeres Problem dar.

Sollte man dennoch in die Verlegenheit kommen und einen Thermodrucker für private Zwecke benötigen, lohnt sich eine Anschaffung dennoch in den wenigsten Fällen. Schließlich gibt es immernoch die Möglichkeit sich an einen Fachhandel für Druckweiterverarbeitung wie auf www.leos-nachfolger.de zu wenden. Sollte man einen solchen Drucker jedoch tatsächlich regelmässig benötigen, kann man selbstverständlich auch über die Anschaffung von diesem nachdenken.