Druckertinte – teuer war gestern –

Druckertinte war früher ein leidiges Thema für den engagierten Computer- und Internetanwender. Schließlich war zu der Zeit, als der Verfasser dieses Testes noch jugendlich war, jeder vernünftige Drucker richtig teuer. Druckertinte natürlich auch. Dann später, ich denke es war in den frühen 90ziger Jahren, entschlossen sich die führenden Druckerhersteller, solche wie HP oder Lexmark, den Markt für Drucker und Druckertinte zu revolutionieren.

Der internationale Käufermarkt für Drucker sollte überschwemmt werden. Sowohl der für Unternehmens- als auch für professionelle Privatanwender. Hintergrund war eine immer digitaler werdende Welt für die Anwender. So war u.a. die Digitalkamera erfunden worden und erfreute sich großer Beliebheit, nicht nur bei professionellen Anwendern. Nein, vielmehr die Hobby- und Privatfilmer hatten plötzlich eine traumhafte Gelegenheit, Ihre Familien- und Freizeitphotos in einfacher Weise zu erstellen und zu verarbeiten.

Für all diese neuen Anwender benötigte man Drucker. Preiswerte Drucker. Und Druckertinte. Deshalb entschlossen sich die Druckerhersteller über die Druckertinte zu refinanzieren. Dazu mußte der Markt mit billigen Druckern, und das in einem schnell wiederkehrenden Rhythmus, alle paar Jahre überschwemmt und gesättigt werden.

Die dahinter stehende, geniale Idee der Druckerhersteller, die auch gleichzeitig Hersteller der jeweiligen Druckertinte waren, war, preiswert herzustellende Tinte in einem riesigen Umfang auf den selbst geschaffenen, großen Markt werfen zu können. Satte Gewinne lockten über kaum transparente, hohe Verkaufspreise mit traumhaften Margen.
Die Logik der Hersteller war einfach: Beherrscht Du den Druckermarkt, so beherscht Du deine Gewinne und deinen Cash-Flow!. Das Geschäftsmodell war so genial, daß es nicht lange dauerte, ich denke es war so Ende der 90ziger Jahre, bis daß andere Marktteilnehmer großes Interesse zeigten und ein gutes Stück von dem (Markt-)Kuchen der Druckertinte abhaben wollten.

Refill-Hersteller von Druckertinte entstanden mit dem Vertrieb von Refill-Sets z.B. über das Fernsehen. Hiermit sollte der Endkunde seine Patronen selbst nachfüllen. Da das eine teilweise sehr fieselige und schmutzige Arbeit war, die auch schon einmal den Wohnzimmerteppich verdrecken konnte, setzten sich diese Sets nur mäßig durch. Später entstanden deshalb Hersteller, die die leeren Tintenkartuschen selbst reinigten, bei Bedarf reparierten und erneut befüllten.

Diese Kartuschen, befüllt mit Druckertinte alternativer Tintenhersteller, konnten deutlich unter dem Preis der Original-Kartuschen auf den Markt gebracht werden und versprachen dennoch sehr gute Gewinnspannen. Neuester Stand ist, daß sich für diese Refill-Betriebe das Franchise- und Lizenzsystem als führender Vertriebsweg in Deutschland und international durchgesetzt hat.

Damit war die teure Druckertinte ein Modell von gestern für Jeden, der sich auf die Nicht-Original-Tinte einließ. Doch der Entwicklungsprozess der Druckertinte ist aus Sicht des Verfassers noch nicht zuende.

Möchte man Zertifikate ausdrucken sollte man beachten ob die Druckertinte auch für beschichtetes Papier geeignet ist. Sollte dies nicht der Fall sein kann die Tinte leicht verschmieren.

Das Internet bietet, wie ja bekannt sein dürfte, meist die günstigsten Preise. Auch bei der Druckertinte lohnt sich ein Preisvergleich. Für Betriebe lohnt sich ein Kauf in großen Mengen. Wer z. B. einen Vertriebskurse anbietet, muss mit viel Papier rechnen, das zu bedrucken ist. Bei unzählichen Handouts sollte man als erste überprüfen, was für eine Art von Drucker den effektivsten Druck hervorbringt. Das bedeutet, der Drucker muss schnell sein, die Tinte sollte schnell trocknen und er muss belastbar sein. Je nach Gebrauch eines Druckers muss auch überlegt werden welche Tinte man benutzt.